BLUE SPIRIT

Der hier gezeigte Astra sollte eigentlich das Ende des Tunings sein. Frei nach dem Motto: „Der bleibt jetzt Serie“. So wurde das Astra  Coupé spontan im Oktober 2010 bei eBay gekauft. Ein sehr guter Verkauf des Vorgänger Astra G hatte das fehlende Geld zum ersparten eingebracht und machte so den Kauf möglich. Der Astra wies neben dem gewünschten Turbomotor auch einen kompletten Irmscher Umbau auf und hatte eine Linea blu Ausstattung.

Nach der Abholung ließen aber die Probleme nicht lange auf sich warten – 3 Tage um genau zu sein. Da ging das Zündschloss kaputt und der Astra saß in der Kaserne fest. Das war dann auch gleich die erste Reparatur. Kurz darauf zeigte dann der Turbo bereits, dass er beschädigt ist und hat Rauchzeichen gesendet. Nun fing es an das neben den Reparaturen auch die Idee aufkam den Astra nun doch nicht nur zu reparieren sondern auch das ein oder andere zu ändern.

Das wurde dann am Anfang mit Low Budget umgesetzt indem defekte Teile gekauft wurden. So wurde die sonst sehr teure Lumma LPC-1 als zweiteiliges Bruchstück gekauft und wieder instandgesetzt. Auch die anderen Bauteile wurden gekauft, instandgesetzt und dann montiert. So wurde dann im Winter 2010 gleich das Gesicht des Astra neu gestaltet und auch am Heck kam die erste JDL Stoßstange dran. Also war der Vorsatz gleich vom Tisch.

Im Mai 2011 entschied sich Andree dann zu deutlich tiefer gehenden Eingriffen und Schnitt den Tankdeckel raus um einen universalen Alutankdeckel einzuschweißen. Das ging als das Kapitel „Kampf mit dem Walpenis“ in die Astra Geschichte ein. Im gleichen Zug hat er dann die Türgriffe entfernt und dort Larry Parts Türgriffe eingeschweißt. So das ein cleaner Look entsteht.

 

In dem Rahmen wurde dann gleich vor der Neulackierung in Europablau die Heckklappe komplett gecleant und die Chromleiste lackiert. Die JDL Heckstoßstange wurde dafür dann mit einer CDW Kennzeichenmulde und Universalhutzen von CDW umgebaut. Kurze Zeit danach wurde das Dach des Astras auf der Fahrerseite mit einem harten spitzen Gegenstand beschädigt und musste neu lackiert werden. Da kam dann die Idee es passend in der Beigen Farbe wie im Innenraum zu lackieren um einen weiteren Kontrast zu schaffen.

Der Motor wurde zwischendurch dann umgebaut, da öfter Probleme an unterschiedlichen Ecken auftraten. Da die Probleme aber auch nicht abbrechen wollten, wurde dann im Winter 2014/2015 der Motor komplett neu aufgebaut damit er bis 450 PS standfest ist. In derselben Zeit stand der Astra aufgebockt in der heimischen Garage und erhielt ein gecleanten und auslackierten Motorraum um dann den frisch aufgebauten Motor einziehen zu lassen.

Mit dem Spaltrohr und den LEH Komponenten läuft der Motor mit 309PS / 430Nm, nach Anpassung bei Klasen auf dem Prüfstand. Die Klimaanlage wurde komplett entfernt und die Wasserschläuche durch Silikonschläuche in Blau ersetzt. Während der neue Motor verbaut wurde zog auch eine 8 Kolben K Sport Bremsanlage mit 356mm an der Vorderachse ein.

Die Königschalensitze mit passend gelederter Rückbank zogen Ende 2012 ein. Dies war eine Maßnahme nachdem der Astra aufgrund des Afghanistan Einsatzes von Andree 6 ½ Monate stand und die Linea Blu Ausstattung total verschimmelt war. 2014 war dann auch das Amaturenbrett fertig mit GFK aufgebaut und lackiert. Das der Überrollbügel von Wiechers in dem Astra verbaut wurde ist eigentlich ein Zufall. Ursprünglich war dieser für einen anderen Astra geplant, der gerade am Anfang war mit Aufbau. So kam es das Andree ausprobieren wollte wie der hier gezeigte Astra mit dem Bügel aussehen würde. Der Einbau war so umständlich und nachdem der Himmel geknickt war und der Innenspiegel abgefallen war, kam ein rauszerren nicht mehr in Frage. Also wurde der Bügel dann gleich ordnungsgemäß verbaut.

Im Winter 2015 / 2016 erhielt der Astra ein Update am Heck. Die JDL Stoßstange wurde für einen sportlicheren Look mit einem Diffusor eines Astra H Rieger Hecks umgestaltet. Zeitgleich wurde die Hinterachse gepulvert, die Radkästen beige auslackiert und die Bremse auf 4 Kolben Brembo Bremsen eines 996er Porsche umgerüstet und als Handbremse wurden Sättel eines Golf R32 in Verbindung mit EPC Scheiben eines Opel Vectra (297mm) verbaut. Die Achsen sind vorne und hinten mit PU Lagern ausgestattet worden und vorne wurden Metallstabilisatoren verbaut.

Das aktuelle Airbrush wurde im Winter 2014/2015 auf den Astra gezaubert. Hier zeigt der Künster Andreas Mühlbacher von Nitrografx was er kann.

Bevor jedoch das Airbrush auf die Außenhaut konnte, mussten die LSD Flügeltürschaniere verbaut werden. Da es später dann nicht mehr ohne Gefahr für das Airbrush umgebaut hätte werden können.

Die Beleuchtung im Innenraum ist komplett auf blau umgebaut und es sind Zusatzanzeigen für Öldruck, Öltemperatur und Ladedruck in der A-Säule und Abgastemperatur-, Spannung- und Lambdaanzeige in der Mittelkonsole verbaut. Der Tacho wird mittels Innoparts Plasmascheiben beleuchtet und ist auf beleuchtetet Vectra C Zeiger umgebaut. Damit der Astra auch das große Farbdisplay drin hat, musste der Kabelbaum ab der Stelle umgebaut werden, da kein Kabelbaum mit dem richtigen Setup verfügbar war.

Die erste Anlage war komplett von Hifonics und wurde Anfang 2015 komplett auf Ground Zero umgerüstet. Dafür wurden Doorboards für die vorderen Türen und hinteren Seitenverkleidungen von Andree angefertigt und der Kofferraumausbau komplett aus GFK gefertigt. Auch das Subwoofergehäuse ist Eigenbau aus GFK. Damit der Kofferraumausbau tiefer wird hat Andree einen kleinen Turm aus Holz gebaut und dort einen TFT Monitor eingelassen und ein Opelzeichen ist eingenäht worden.

 

 

 

 

Der Astra war bereits zweimal in der Flash Opelscene, Opel Tuning und als Communty Car in der Tuning zu sehen und hat bereits zweimal am großen AP Sportfahrwerke Fotoshooting teilgenommen. Auf dem größten Opeltreffen Europas in Oschersleben hat der Astra den zweiten Platz in der Klasse Astra G Coupé gemacht und wurde zum Perfekt Opel Car gewählt. Auf der Essen Motorshow 2016 kam dann der größte Erfolg, wo der Astra den dritten Platz im Hella Show and Shine Award gemacht hat.